TEXAS HOLDEM

Pocket Pairs bei der Variante Texas Hold’em – Texas Hold’em Odds

Wortwörtlich bedeutet der Ausdruck Pocket Pairs Taschenpaare und beschreibt Kartenpaare, die in der Starthand enthalten sind. Erhält ein Spieler direkt zu Beginn ein hohes Paar, wie zum Beispiel zwei Asse, stellt sich kaum die Frage, ob dieses Pocket Pair gespielt werden sollte oder nicht. Ein solches Anfangs-Blatt stellt einen enormen Vorteil gegenüber den Gegenspielern dar und erhöht somit die jeweiligen Gewinnchancen.

Rein rechnerisch liegt die Wahrscheinlichkeit ein Paar Asse als Starthand zu erhalten bei nur 0,45 %, sodass dies folglich äußerst selten vorkommt. Aber auch kleine Pocket Pairs können möglicherweise eine gute Ausgangsposition sein, denn schließlich ist jedes Paar besser als eine einzelne Karte. Aufgrund dessen machen viele Pokerspieler den Fehler, dass sie ein niedriges Paar überbewerten und so ihre individuellen Chancen zu hoch einschätzen.

In Realität sind die Chancen auf einen Sieg bei Pocket Pairs nur unwesentlich höher als bei Einzelkarten, da ein Paar schnell von einem anderen Blatt dominiert werden kann. Somit bildet ein Pocket Pair nur einen minimalen Vorteil, der im Laufe eines Turniers schnell verloren gehen kann und daher häufig keine Auswirkungen auf das finale Ergebnis hat. Hohe Paare, wie Könige, Damen, Buben oder Asse, stellen hier selbstverständlich eine Ausnahme dar und verhelfen einer großen Vielzahl an Pokerspielern zum Sieg.

Das größte Problem niedriger und mittlerer Pocket Pairs ist die Tatsache, dass die Gegner mithilfe der diversen Community Cards schnell ein Paar erhalten können, das höher sein könnte. Daher bedeuten Pocket Pairs ausschließlich vor dem Flop einen kleinen Vorteil, der auf keinen Fall überbewertet werden darf. Ein Paar in der Starthand kann die Basis für ein besseres Blatt bilden, aber in der Regel bleibt es fast bedeutungslos.

In vielen Fällen wirkt sich ein solches Pocket Pair sogar negativ aus, da der jeweilige Spieler seine Chancen zu hoch einschätzt und aufgrund dessen ein zu hohes Risiko eingeht. Häufig folgt auf eine derartige Fehleinschätzung, die unbedingt vermieden werden muss, eine Niederlage.

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