TEXAS HOLDEM

Anfängerfehler: Dominierte Hände spielen

Bei jedem Spiel gibt es eine Situation, mit der man am wenigsten Chancen hat zu gewinnen. Beim Blackjack beispielsweise ist es, wenn man 16 hat. Hier ist die Chance am geringsten, da eine weitere Karte meist zu einem Überkauf führt und der Dealer oft einen höheren Wert als 16 hat. Beim Poker ist die schlechteste Hand 72o.

Der große Unterschied an diesen zwei schlechtesten Situationen ist, dass man beim Poker die Möglichkeit hat sein Blatt einfach niederzulegen. Somit verliert man kein Geld, wie es beim Blackjack der Fall ist. Wenn man weiß, das 72o eine schlechte Hand ist kann man seine Karten einfach niederlegen und auf eine bessere Hand warten. Das ist das tolle am Poker.

Ein häufiger Fehler, den Anfänger nur zu oft machen ist es, dominierte Hände zu spielen. Dies muss nicht unbedingt wie im obigen Beispiel gezeigt die schlechteste Kombination sein sondern es gibt auch noch andere Kombinationen. Viele Anfänger spielen grundsätzlich alle Karten sobald ein Ass dabei ist. Sie denken sich, ach schön ein Ass und machen sich keine weiteren Gedanken sondern setzten einfach mal oder gehen zumindest Einsätze mit.

Natürlich ist ein Ass die höchste Karte, die es im Kartendeck gibt, jedoch sollte man sich auch die Beikarte anschauen. Die Beikarte ist die zweite Karte, die man ausgeteilt bekommt. Wenn die Beikarte beispielsweise eine 2 ist, dann hat man ein Problem. Es passiert nur zu häufig, dass man auf dem Flop sein Ass trifft und schön setzt, um dann am Showdown zu merken, dass man doch die schlechteren Karten hat. Oft hat ein anderer auch ein Ass und gewinnt einfach deshalb, weil seine Beikarte höher ist. Dies kann auf Dauer ziemlich nerven und auch teuer werden.

Welche Bedingungen sollte die Beikarte dann erfüllen? Nun offensichtlich sollte sie hoch sein. Dass man mit AK ein A2 schlägt dürfte klar sein. Wenn man mit AK auf dem Flop sein Ass trifft, kann man sich sicher sein, dass man jeden anderen schlägt der auch ein Ass hält. Man sagt hier auch, dass man „Top Paar mit Top Kicker“ getroffen hat. Kicker nennt man die Beikarte.

Es gibt aber noch einen weiteren Faktor, auf den man bei der Beikarte achten soll. Es handelt sich hierbei um die sog. Suitedness d.h. Die Farben, die die Beikarte hat. Wenn beide Karten beispielsweise von der selben Farbe sind, also z.B. beides Herzen und man trifft einen guten Flop, dann hat man zudem noch die Chance seine Hand um einiges zu verbessern. Man kann so seinen Flush treffen und gegen die anderen gewinnen! Achtet also auch darauf, dass die Karten von der selben Farbe sind.

Ein weiterer Punkt nennt sich „Konnektivität“. Da bedeutet wie weit die zwei Karten voneinander entfernt sind. Das Beispiel mit 72 hat keine Konnektivität, wobei JT direkt aufeinander folgen. Haben die Karten Konnektivität, hat man zusätzlich noch die Chance eine Straße zu treffen.

Alles in allem sollte man darauf achten, dass die Beikarte hoch genug ist, das die Farben die selben sind und das die Karten so nahe wie möglich aneinander liegen. Jetzt sollte klar sein, dass AKs um einiges besser ist als die schnell dominierte 72o.

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